Das Blut entsagt dir
als wäre es niemals hier
du spülst es hinunter
und mitunter
fragst du dich wieso es einst in deiner Kehle gewesen
langsam verwesen
deine Eingeweide
du hörst es wie Kreide
die auf der Tafel kratzt
und in dir schmatzt
das große böse Übel
du nimmst einen Dübel
vielleicht kann man dich wieder flicken?
doch wird man dir eher das Hirn zerficken
so was hat dein Arzt noch nie gesehen
so hässlich das die Triebe vergehen
die noch wachsen sollten in deiner Hand
doch das Band
es wurde nun zerschnitten
zerstritten
bist du mit dir selbst
und zerfällst
in der Ewigkeit des Seins
Überreste eines Schreins
werden von deinem Leben zeugen
sie verbeugen
sich vor dem Leben
und gehen nun der Sonne entgegen
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